App-Special Teil 3: Das Handy am Fahrrad aufladen

von Martin am 7. Juni 2011

in Technik

Das Handy am Fahrrad aufladen: Solar vs. Nabendynamo Ladegerät

Radfahren wird immer digitaler: Smartphones, Fahrradcomputer und vieles, was man früher niemals an einem Fahrrad vermutet hätte, ist heute ein unerlässlicher Begleiter bei Workouts und großen Radtouren. So kann beispielsweise das Hightech-Elektrofahrrad der Marke Smart, über das wir kürzlich berichtet hatten, ein Smartphone als vollwertigen Bordcomputer und Überwachungsmonitor nutzen.

Tracking Apps fürs ElektrofahrradIn unserem ersten Teil des App-Specials haben wir Euch drei nützliche Tracking- und Workout-Anwendungen für den täglichen Gebrauch vorgestellt.

 

Navigations Apps fürs ElektrofahrradIm zweiten Teil ging es um praktische Navigations-Apps und Urlaubsführer fürs E-Bike sowie passende Halterungen für das Smartphone am Lenker.

 

Heute wollen wir Euch abschließend zu unserem App-Special ein paar Lade-Lösungen für das Smartphone am Fahrrad präsentieren. Labile Akkus bei Smartphones sind längst kein Geheimnis mehr. Wenn man nun auch noch eine Tracking App verwendet, die auf GPS und Netz zugreift, rauscht der Akku im schlechtesten Fall in einer knappen Stunde nach unten. Das macht das Smartphone bei einer größeren Radtour leider unbrauchbar. Die Lösung für dieses Problem sind Solar- und Radnaben-Ladegeräte fürs Fahrrad.

Radnaben/Dynamo-Ladegeräte
Diese Ladegeräte beziehen ihre Energie meist über einen Radnabendynamo. Richtig empfehlenswert sind möglichst leistungsstarke Dynamos, um den Energie-Hunger der gängigen Smartphones zu befriedigen. Das sind in der Regel ca. 500mA bei 5 V für das Smartphone. Die Spannung für das Dynamoladegerät muss natürlich irgendwie gehalten werden. Fährt man also unter ca. 10 km/h erfolgt keine Aufladung mehr.
Für diesen Fall gibt es in den meisten Ladegeräten sogenannte Puffer-Akkus, welche während spannungsschwachen Phasen, die Ladung aufrecht erhalten können.
Bevor es losgehen kann, müssen die Anschlusskabel nach der jeweiligen Anleitung am Nabendynamo installiert werden. Die Kabel führen zu einer kleinen Box, welche am Lenker oder am Rahmen angebracht wird. Systeme, wie zum Beispiel von Zzing bringen in der Regel einen USB-Anschluss und eine satte Smartphone-taugliche Leistung von 2000mAh mit.

Solar-Ladegeräte
Solarbasierte Ladegeräte funktionieren ohne einen Dynamo und laden sich klassisch, wie beim großen Vorbild über kleine Sonnenpaneele auf. Auch hier wird häufig ein universeller USB-Anschluss angeboten. Wirklich gut und mit idealer Leistung funktionieren diese Geräte allerdings nur bei einer perfekten Ausrichtung. Ist es übermäßig bewölkt, lässt die Leistung viel zu stark nach. Puffer-Lösungen, wie bei den Dynamogeräten, fehlen hier leider. Ein Vertreter in dieser Rubrik ist das Revolt Solar-Ladegerät.

Fazit
Wer sein Handy gerne als Fahrradcomputer nutzt, hat die Qual der Wahl.
Radnaben-Konzepte wie die von Zzing sind sehr effektiv, allerdings mit 99 Euro in der oberen Preisklasse.
Sonnige Gemüter mit kleiner Brieftasche können ruhig den Versuch wagen und sich für gut 35 Euro ein Solar-Ladegerät wie den Revolt Solar Charger am Lenker installieren.

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