Tracking Apps fürs Fahrrad: Das Smartphone als Fahrradcomputer

von Martin am 11. Mai 2011

in Lifestyle

Tracking Apps fürs Smartphone
Tracking Apps fürs Fahrrad: Das Smartphone als Fahrradcomputer
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Wer gerne viel und oft mit Fahrrad oder Pedelec fährt und seine Workouts auswerten und begutachten möchte, kommt um ein GPS System nicht herum. Wer das zu teuer findet und zufällig ein beliebiges Smartphone neben sich liegen hat, sollte sich mal die gängigen Tracking Apps genauer ansehen:

Icon der Anwendung EndomondoEndomondo

Endomondo ist eine universelle und sehr genaue Tracking App. Mit ihr funktioniert das Smartphone wie ein GPS Computer. Sie erfasst die gefahrene Strecke und zeigt aktuell Geschwindigkeit, Dauer und gefahrene Kilometer an. Das ganze ist mit einer Google Maps Karte hinterlegt, so dass man immer weiss, wo man sich gerade befindet. Mit einem entsprechenden Dongle lässt sich sogar die Herzfrequenz erfassen. Endomondo berechnet, ausgehend vom angegebenen Körpergewicht, die verbrannten Kalorien. Auf Wunsch auch in Hamburgern (1200 Kalorien = 2 Hamburger). Wenn man sich bei Endomondo einen Account erstellt kann man seine Workouts auf der Endomondo Community Seite planen, live oder nachträglich verfolgen und kommentieren.
Endomondo ist kostenlos im Appstore zu haben.
Die Pro Version für 2,99€ bietet zusätzlich:

  • Beat yourself -  Ein Zeitfahren gegen sich selbst,
  • Time Goal – Erreichen eines bestimmten Zeitziels, ein Audiocoach motiviert dich
  • Calorine Goal – Erreichen eines festgesetzten Kalorienziels

Icon der Anwendung TrailsTrails

Trails funktioniert ähnlich wie Endomondo. Die Daten des Workouts lassen sich aber im Gegensatz dazu direkt vom Smartphone als GPX Datei exportieren und dann z. B. mit Google Maps oder Google Earth öffnen, ansehen und auswerten. Trails legt dabei in bestimmten Abständen Wegpunkte fest, anhand derer man sich orientieren kann. Problematisch bei Trails ist, dass zu lange Workouts wegen ihrer Dateigröße nicht mehr exportiert werden können und auf dem Handy liegen bleiben. Allerdings lässt sich in den Optionen die GPS-Genauigkeit justieren, und das macht Trails zu einem sehr zuverlässigen Workout Partner. Mehr Informationen gibts auf der Seite von Trails.
Trails ist für 2,99€ im Appstore zu haben. Die abgespeckte Lite Version ist kostenfrei.

Icon der Anwendung CyctasticCyctastic

Cyctastic bietet insgesamt fast dieselben Leistungen wie Endomondo. Es erfasst Vitalitätswerte wie die Herzfrequenz über ein Dongle und errechnet verbrauchte Kalorien.  Auch wird der iPod direkt integriert, und man kann seine individuelle Powermusik für jedes Workout einstellen. Auf der Community Seite von Runtastic kann man sich nach Erstellen eines Accounts sein Workout-Tagebuch ansehen, gegen andere Community-Mitglieder zeitfahren und die gefahrenen Strecken über Facebook oder Twitter veröffentlichen.
Cyctastic ist im Appstore für 4,99€ zu haben.

Wer sich jetzt sofort mit seinem Smartphone auf sein Fahrrad schwingen möchte, sollte allerdings drei Dinge bedenken:

  • Man sollte im Idealfall einen Smartphone-Halter für den Lenker verwenden (geht zwar auch ohne, aber verfehlt den Sinn und Zweck eines Fahrradcomputers).
  • Der Smartphone-Akku hält nicht so lange wie bei einem GPS Gerät. Man sollte über alternative Lademöglichkeiten nachdenken, beispielsweise eine Stromversorgung über den Radnabendynamo des Fahrrads.
  • Für die Überwachung eurer Vitalitätsfunktionen benötigt ihr einen Dongle für euer Smartphone.

Mehr Informationen dazu findet ihr die nächsten Tage in weiteren Episoden unseres App-Specials.

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Ansgar Mai 12, 2011 um 12:14

Danke für die Infos!

Wie sollte man denn bei Trails die Genauigkeit justieren, damit man die Date auf jeden Fall noch exportieren kann?

Grüße

Antworten

Martin Mai 12, 2011 um 12:54

Hallo Ansgar,

die Genauigkeit hängt nur bedingt mit der Dateigröße zusammen. Wenn du ein paar stunden trackst hast du immer eine recht große Datei. Mit den Standardeinstellungen von Trails fährt man eigentlich ganz gut. Problematisch ist, dass bei zu hoher Genauigkeit (bspw. 20m, also ganz links) kaum Wegpunkte erfasst werden, weil das Signal bei dieser Einstellung möglichst besser als 20m sein muss. GPS Signale außerhalb wie 40m oder 50m werden dann garnicht erfasst. Es kann dir also passieren das auf hoher Genauigkeit (20m) und schlechtem Empfang (was ja häufiger beim Smartphone passiert) keine Wegpunkte erfasst werden. Stellt du die Genauigkeit auf 1000m werden wesentlich mehr Wegpunkte erfasst, da sind dann aber irre viele Ausreißer dabei. Mehr Wegpunkte bedeuten also auch eine bedingt größere und ungenauere Datei. Das Exportproblem lässt sich das laut Trails-FAQ vermeiden indem man während des Email-Exports Trails nicht gleich schließt sondern ein Weilchen offen lässt. Hier findest du noch weitere Infos zu dem Problem:
http://trails.lamouroux.de/gps-einstellungen.html

Ich hoffe ich konnte dir etwas weiterhelfen.

Martin

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