Der Elektrofahrrad-Akku: Was man unbedingt beachten sollte

von Eric am 5. Mai 2011

in Zubehör

leistung pedelec akku
Der Elektrofahrrad-Akku: Was man unbedingt beachten sollte
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Wer derzeit die warmen Temperaturen und das schöne Maiwetter bei einer Fahrt mit dem Elektrofahrrad auskosten möchte, sollte sich beim Kauf eines solchen Fahrzeugs genau über den Akku informieren. Der Elektrofahrrad-Akku gilt als das zentrale Herzstück, denn nur mit ihm kommt eine elektrische Unterstützung während der Fahrt überhaupt zustande. Wer häufig mit seinem Pedelec unterwegs ist, sollte daher einige Dinge beachten, denn bei der Art und der Leistung des Akkus gibt es gewisse Unterschiede. Was den Preis betrifft, kann man den Elektrofahrrad-Akku auf jeden Fall als das teuerste Teil bezeichnen – hier liegt das preisliche Niveau bei etwa 300 bis 600€.

Man kann zwar zwischen mehreren Typen von Akkus unterscheiden, jedoch wird heutzutage der Lithium-Ionen-Akku am häufigsten verwendet, da hier eine höhere Lebensdauer besteht und dieser Akku im Vergleich zum Blei-Akku sehr wenig Gewicht aufbringt. Beim Kauf eines Elektrofahrrads sollte man daher nicht nur auf den Preis, sondern auf die Langlebigkeit des Akkus, die Energiedichte und die Sicherheit achten und sich beim jeweiligen Händler genauestens darüber informieren. Die Sicherheit sollte deshalb beachtet werden, da bei manchen Akkus möglicherweise Explosions- oder Brandgefahr besteht – wie beim Lithium-Kobalt-Akku. Doch hier reicht es bereits, wenn man sich nach dem Hersteller erkundigt:  Panasonic, Sony und Sanyo beispielsweise legen sehr viel Wert auf die Sicherheit von Akkus.

Für viele Fahrer ist natürlich die Leistung des Akkus enorm wichtig. Bei diesem Punkt eine richtige Kaufentscheidung zu treffen, ist nicht sehr einfach, denn die Leistung des Akkus hängt von sehr vielen Faktoren ab: Eine entscheidende Rolle spielen der persönliche Fahrstil, der Reifendruck, das Gewicht und das jeweiligen Terrain, auf dem man mit dem Elektrofahrrad fährt. Wer lange Zeit bergauf fährt, muss seinen Elektrofahrrad-Akku natürlich eher wieder aufladen, als wenn eine durchgängig ebene Strecke befahren wird. Dies ist auch bei dem Gewicht des Fahrers der Fall, denn je leichter man ist, desto weiter kann man fahren, da der Akku weniger Leistung verbraucht. Wer hier an Energie sparen möchte, sollte nicht ständig mit voller Leistung fahren – gerade bei vielen Steigungen empfiehlt es sich, selbst in die Pedale zu treten.

Selbstverständlich kann man aber auch auf die Lebensdauer beim Elektrofahrrad-Akku Einfluss nehmen. Um eine längere Lebensdauer zu gewährleisten, empfiehlt es sich, den Akku bei Zimmertemperatur aufzuladen. Zudem sollte der Lithium-Ionen-Akku, im Gegensatz zu anderen Modellen, nie vollständig entladen werden, weil er sonst schnell 20% seiner Leistung einbüßen kann. Falls man eine längere Fahrt vor sich hat, aber der Akku vielleicht nur zu 60% entladen wurde, kann man ihn trotzdem wieder vollständig aufladen, da bei einem Lithium-Ionen-Akku kein Memoryeffekt entsteht.

Akkus & Ladegeräte können Sie online oder in einem Fahrradgeschäft Ihrer Wahl erhalten.

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Gießmann April 28, 2012 um 20:08

Wie teuer ist im Durchschnitt das Laden des Akkus bei einem 7o – 80 % igen Vorgang ?
Habe viele Gäste, die eventuell künftig ihre Fahrräder im Hotel laden werden. Möchte auch verhindern, dass
die Ladung in den Zimmern erfolgt und errichte deshalb in der Garage extra eine Ladestation, um eine unnötige Gefährdung zu vermeiden. ( Explosionsgefahr o.ä. )
Bitte um Ihre geschätzte Meinung und bedanke mich für Ihren Tip auch bezüglich des Elektrofahrradtyp, den ich mir kaufen sollte. Mit freundlichen Grüßen, Werner Gießmann

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Eric April 30, 2012 um 15:18

Guten Tag Herr Gießmann,
also die vollständige Aufladung eines Akkus liegt preislich bei etwa 4 bis 6 Cent, je nach Akku-Modell. Von den vier verschiedenen Arten, die bei Pedelecs verwendet werden, sind die Lithium-Ionen-Akkus derzeit die energieeffizientesten (aufgrund des hohen Speichervermögens und des geringen Gewichts).
Was den Elektrofahrradtyp betrifft, können Sie sich gerne in unserem Test-Bereich oder in der Rubrik Discounter Pedelecs umschauen, dort erhalten Sie von uns bestimmt ein paar Anregungen. Es kommt nämlich in erster Linie darauf an, auf welchem Gelände Sie bevorzugt fahren: Für den alltäglichen Bedarf sollte ein günstigeres Elektrofahrrad (Preisklasse etwa 500€ bis 1000 €) ausreichen. Wer es eher sportlich mag und sein Elektrofahrrad gerne auch auf Bergfahrten voll ausreizt, sollte sich eher in höheren Preisklassen umschauen (ca. 2000€ bis 3000€, manchmal sogar teurer) – ein Beispiel ist das KTM Macina 29 oder das Panther PRO XRe 777 (auf diesen Seiten gibt es sogar ein kleines Test-Video dazu).
Falls Sie diesbezüglich noch Fragen haben, können Sie uns natürlich gerne wieder schreiben.
Viele Grüße vom Elektrofahrradtrends-Team

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