Felgenbremse vs. Scheibenbremse – Bremsen für’s Pedelec

von Martin am 4. Mai 2011

in Technik,Zubehör

Wer mit seinem Elektrofahrrad am unerbittlichen Straßenverkehr teilnehmen möchte oder einfach gerne schnell und elegant unterwegs ist, braucht vor allem eines – gute Bremsen. Bedingt durch das durchschnittlich hohe Gewicht und wegen der Spitzengeschwindigkeiten von bis zu 50 km/h sind bei antriebsunterstützten Fahrrädern vor allem schnell wirkende, zuverlässige und sichere Bremsanlagen unerlässlich.
Grundsätzlich können hier zwei Bremssysteme zum Einsatz kommen:

  • Die ziemlich bekannten und weit verbreiteten Felgenbremsen;
  • die aktuelleren Scheibenbremsen, die den Bremsanlagen an gängigen motorisierten Zweirädern ähnlich sind.

Felgenbremse ElektrofahrradFelgenbremsen sind die am weitesten verbreiteten Bremssysteme. Für alle Witterungen und Normalfahrer ausreichend sind die sogenannten V-Bremsen. Es wird hauptsächlich zwischen mechanischen und hydraulischen Felgenbremsen unterschieden. Hochwertige mechanische Bremsen, mit seitlichem Bowdenzug auf zwei Achsen, bieten auch bei Nässe einen guten Grip. Hydraulische Bremsen bieten ebenfalls eine gute, witterungssichere Bremskraft und sind dabei wartungsärmer und ebenfalls sehr zuverlässig. Die Bremskraft lässt sich in beiden Fällen gut dosieren. Eine klassische Felgenbremse ist die Schimano V-Bremse VR X-Type 16mm.

Scheibenbremse ElektrofahrradScheibenbremsen eignen sich vor allem für Cross-Räder und Mountainbikes. Sie sind bei gängigen Trekkingrädern eher selten zu finden. In der Regel sind Scheibenbremsen relativ teuer. Sie passen nicht auf alle Felgen und je nachdem auf welchem Rad der Radnabenmotor sitzt, können sie nicht immer bei Vorder- und Hinterrad installiert werden. Wenn sie dann passen, können enge Fahrradständer durch die breiteren Bremsen auf Radnabenhöhe nicht benutzt werden. Auch das zusätzliche Gewicht durch Scheibenbremsen ist nicht unerheblich und bei einem ohnehin schon recht schweren Elektrofahrrad eine zusätzliche Last. Aber nicht alles ist negativ. Scheibenbremsen schonen die Felgen, was bei Viel- und Extremfahrern einiges ausmachen kann. Durch die Lage nahe der Radnabe sind sie weniger stark den üblichen Witterungsbedingungen wie Nässe, Schmutz oder Schlamm ausgesetzt. Die Magura Louise 180/160 6-Loch ist ein gutes Beispiel für zuverlässige Scheibenbremsen.

Fazit:
Gute Bremsen gibt es auf beiden Seiten. Für Elektrofahrräder im Allgemeinen eignen sich eher die durchschnittlichen V-Bremsen. Dank ihrer Flexibilität und Zuverlässigkeit können sie bedenkenlos verwendet werden. Wer dagegen einen Mountainbike-Boliden wie das Protobike bevorzugt und mit viel Schmutz und hohen Belastungsanforderungen zu tun hat, sollte besser zu den belastungsresistenten und optisch ansprechenden Scheibenbremsen greifen.

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