Pedelec Nachrüstsatz: Fahrrad umrüsten Schritt für Schritt

von Chris am 16. Mai 2011

in Technik

Pedelec Nachrüstsatz: Fahrrad umrüsten Schritt für Schritt
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Für alle, die bereits ein hochwertiges Fahrrad zuhause stehen haben, aber trotzdem nicht auf den Komfort eines Elektrofahrrades verzichten möchten, habe ich hier einige Tipps zum Nachrüsten eines konventionellen Rades mit einem Pedelec Nachrüstsatz. Wichtig ist zuerst einmal, dass euer Fahrrad wirklich hochwertig ist und kein billiger Drahtesel. Durch den Einsatz eines Elektromotors steigen die Belastungen für das Material deutlich. Akku und Motor sind trotz der Lithium-Ionen Technik sehr schwer und man ist dank der Unterstützung auch deutlich flotter unterwegs. Es wird also zuerst einmal ein stabiler, verwindungssteifer Rahmen benötigt. Außerdem sind Scheibenbremsen oder hydraulische Felgenbremsen zu empfehlen. Ein guter Pedelec Nachrüstsatz kostet mehr als ein günstiges Einsteigerpedelec. Das liegt unter anderem an der hohen Qualität der Nachrüstsätze und der Akkus. Finger weg von 300 Euro Ebay-Angeboten. Hier fehlt fast immer der Akku, der das teuerste Bauteil darstellt und der Motor muss meist selbst eingespeicht werden. Das ist eine mühselige Arbeit, die man besser einem Profi überlässt.

Pedelec Nachrüstsatz – Bionx

Das Umrüsten möchte ich mit einem Pedelec Nachrüstsatz von BionX erläutern. Der BionX Nachrüstsatz kommt aus Kanada und ist einer der besten und hochwertigsten Umrüstsätze am Markt. Von großem Vorteil ist der großvolumige Akku und die gute Regelbarkeit. Außerdem wird ein Teil der Energie durch Rekuperation beim Bergabfahren zurückgewonnen. Grundsätzlich kann jedes Fahrrad mit einer Hinterradnabenbreite von 135mm nachgerüstet werden. Nach meinen Erfahrungen sind das fast alle. Trotzdem kann Nachmessen eine Enttäuschung nach dem Auspacken vermeiden.

    Pedelec Nachrüstsatz – Die einzelnen Schritte

  • Zuerst solltet ihr das Hinterrad vorbereiten. Zum Pedelec Nachrüstsatz gehört ein Laufrad inkl. Motor. An diesem Laufrad müsst ihr nur noch euren Schlauch, Mantel und Nabenkranz montieren.
  • Die beiliegende Akkuhalterung wird mit zwei Schrauben an der unteren Rahmenstange befestigt. Fast alle Räder haben dort zwei Bohrungen, z.B. für eine Trinkflasche. Wichtig ist, das bei allen Schrauben Loctite verwendet wird, damit durch die auftretenden Vibrationen nicht gelockert wird.
  • Auf dieser Halterung kann der Akku fixiert und zum Aufladen jederzeit entfernt werden.
  • Nun müssen die Kabel vom Lenker, am Akku vorbei zur Hinterradaufnahme geführt werden. Im Set sind genügend Kabelbinder beigelegt. Das Kabel wird nun am Hinterrad und am Akku eingesteckt.
  • Die Steuerkonsole wird am Lenker befestigt und ebenfalls mit dem Kabel verbunden.
  • Zuletzt muss nur noch der Motorunterbrecher an den Bremsen befestigt werden. Dazu wird ein kleiner Magnet unten an die Bremshebel geklebt. Gegenüber an der Bremse wird der Bremsschalter geklebt, und zwar so, dass sich bei nicht betätigter Bremse der Magnet und der Magnetschalter berühren. Nur so kann der Motor zugeschaltet werden. Wird ein Bremshebel gezogen, entsteht ein Spalt zwischen Magnet und Magnetschalter und der Motor wird unterbrochen.
  • Nun sollte noch der Akku vor der ersten Fahrt vollständig aufgeladen werden.

Ich wünsche auf jeden Fall viel Spaß mit dem Pedelec Nachrüstsatz. Falls ihr noch Fragen habt könnt ihr diese gerne in den Kommentaren oder auf unserer Facebookseite stellen.

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Elektrofahrrad Info Oktober 11, 2016 um 07:04

Hallo,

Danke für diesen sehr informativen Beitrag zum Umrüsten des Fahrrads!
Die Info, dass man vor allem bei Schnäppchen-Preise darauf achten sollte, dass alle wichtigen Elemente dem Nachrüstsatzes dabei sind, ist sehr hilfreich. Denn viele wissen nicht genau, welche Elemente eine Nachrüstsatz enthält.

Lieben Gruß

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