ADAC testet schnelle Pedelecs

von Chris am 19. Mai 2012

in Pedelec Tests

ADAC testet schnelle Pedelecs
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Der Allgemeine Deutsche Automobil-Club ist nicht nur für Autos da. Diese Woche hat sich der ADAC in einem Elektrofahrrad-Test drei schnelle S-Pedelecs vorgenommen. Das sind Elektrofahrräder, bei denen die Unterstützung durch den Motor nicht wie üblich schon bei 25 km/h, sondern erst bei 45 km/h abgeschaltet wird. Großer Nachteil bei diesen Modellen ist die obligatorische Zulassungspflicht.

Drei Elektrofahrräder im Test

Leider werden vom ADAC nur drei verschiedene S-Pedelecs getestet. Neben dem Bull Green Moder E45 steht das eher verbreitete Kalkhoff Pro-Connect S10-36 und das Stoker B40 Premium auf dem Prüfstand. Hier hätten wir uns eine größeres Spektrum an Elektrofahrrädern gewünscht. Wenigstens besitzen die drei Modelle alle unterschiedliche Motoren. Panasconic und Bosch sind mit Mittelmotoren vertreten, GoSwissDrive mit einem Heckmotor. Preislich bewegen sich die drei ausgewählten Modelle auf ähnlichem Niveau zwischen 3200 Euro und 3500 Euro.

Testumfang

Die Tester vom ADAC haben folgende Kriterien bei den drei Elektrofahrrädern überprüft:

  • Gebrauchsanleitung
  • Fahreigenschaften ohne Motorunterstützung
  • Fahreigenschaften mit Motorunterstützung
  • Fahrkomfort
  • Fahrten mit Beladung
  • Handling der Batterie
  • Nacht- und Regenfahrt
  • Verschleiß von Bauteilen
  • Bruchsicherheit und Haltbarkeit von Gabel, Sattelstütze nebst Klemmung, Lenkung, Antrieb und Rahmen
  • Wirkung der Bremsen
  • Reichweite

Testergebnisse

Zuerst einmal die große Überraschung des Tests. Das Bulls Green Mover E45 geht als klarer Testsieger hervor, obwohl es als einziges Elektrofahrrad im Test mit einem Hinterradmotor und nicht mit einem, oft als bestes Antriebssystem ausgelobten, Mittelmotor ausgestattet ist. Die beiden anderen Räder von Raleigh und Kalkhoff bekamen nur ein ausreichendes Urteil. Dies lag zum Beispiel an zu schwachen Federgabeln, Fehlern in der Bedienungsanleitung, fehlende Reichweitenanzeige oder zu geringer Reichweite. Allerdings wurden bei allen Rädern auch einige, wie wir finden, eher unwichtige Kleinigkeiten bemängelt. So führte zum Beispiel ein fehlendes Fahrradschloss oder Schläuche ohne Autoventil zu einem Punktabzug.
Die genauen Testergebnisse findet ihr auf der Seite des ADAC.

Verbesserungsvorschläge für Elektrofahrräder

Der Elektrofahrrad-Test des ADAC bietet eine interessante Besonderheit: Forderungen an die Hersteller! In acht Punkten listen die Tester die ihrer Meinung nach wichtigsten Verbesserungsvorschläge für aktuelle S-Pedelecs auf:

  • Rahmen, Gabeln und Bremsanlagen den höheren Belastungen anpassen
  • Kein Nachlaufen des Motors
  • Die Beleuchtung muss den gesetzlichen Vorgaben entsprechen
  • Die Beleuchtung muss den hohen Geschwindigkeiten genügen
  • Höhere Reichweiten, mindestens aber 50 Kilometer
  • Ladezeiten auf maximal 3,5 Stunden verkürzen
  • Gewichtsreduzierung
  • Akkuunabhängige Beleuchtung

Da können wir natürlich allen Punkten nur zustimmen.
Quelle: http://www.adac.de/infotestrat/tests/fahrrad-zubehoer-sport/schnelle_pedelec/default.aspx?tabid=tab1

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